Donnerstag, 14. September 2017

Stippvisite in Münster

Was für eine wunderschöne Stadt!!!!!!! Ich kann es nicht anders sagen.

Leider hatte ich gestern Nachmittag nach einem Seminar nur ca. 1 Stunde Zeit, mich umzusehen und wusste gar nicht, was ich zuerst machen, wohin ich zuerst laufen sollte. An jeder Ecke lud mich ein Weg ein ihm zu folgen. Oder vielleicht doch der andere Weg? Kleinigkeiten teils oder eben ganze Gebäude, die mein Interesse weckten und mein Fotografenherz höher schlagen ließen. Nie habe ich meine Kamera so vermisst (Ich hatte nur mein Handy dabei und das hatte das Akku nicht mehr wirklich voll). Nie habe ich mich so geärgert, nicht mehr Zeit zu haben eine Stadt zu entdecken.

Ich wollte einfach nicht zurück, war jedoch nur zu Besuch auf einem Seminar und meine Kollegen warteten auf mich.
Daher musste ich mich von Münster leider ganz schnell wieder verabschieden, aber nicht, ohne der Stadt mein Versprechen zu geben, im nächsten Jahr, wenn die Tage wieder länger werden und ich ganz viel Zeit habe, sie noch mal intensiv zu erkunden.
Zwar gibt es auch in diesem Jahr noch ein paar längere und schönere Tage, aber da auch Schloss Nordkirchen und einige andere Schlösser und Burgen rund um Münster auf meinem Plan stehen, entschied ich mich für einen warmen Frühsommertag (wenn es von 5-22 Uhr hell ist :-) ) und werde bis dahin meinen Reiseplaner fertig haben :-)

Aber auch in meiner knapp bemessenen Zeit gab es ein wenig was zu schauen und ich habe versucht, es so gut wie möglich zu genießen.



Zunächst kam ich an der Skulptur "Geschichte von unten" vorbei. Leider habe ich sie mir nicht näher angeschaut da die Gebäude der Altstadt auf mich warteten und ich später nicht mehr vorbei kam........Honecker? Ich bin mir da grad gar nicht so sicher. Vielleicht weiß es ja wer von Euch oder ich schaue nächstes Jahr noch mal vorbei.

Dann ging es weiter zur Clemenskirche und an der hinteren Zufahrt zum Erbdrostenhof vorbei, einem barocken Adelspalais, der heute von der Stadt Münster und dem LWL genutzt wird.



Besonders die Clemenskirche fand ich so wunderschön........



Im Stechschritt, der mir ja gar nicht so liegt bei meinen Erkundungstouren, erreichte ich den Prinzipalmarkt (Hauptmarkt) von Münster und verliebte mich Schockgleich in diese Fassade hier:




Ist sie nicht einfach nur wunderwunderschön?
Natürlich reichte ein Foto nicht aus :-)




Im unteren Bereich sind Geschäfte untergebracht, so dass ich mich mit den Möglichkeiten und Qualitäten der Handykamera auf die oberen Fassadenteile beschränkte.

Der Prinzipalmarkt wie man ihn von den meisten Fotos kennt (natürlich ohne die Girlanden)

Mittelpunt des Marktes ist jedoch sicherlich die imposante Lambertikirche, die man fast für den Dom von Münster halten könnte (und den ich leider nicht zu Gesicht bekommen habe diesmal).



Bei den meisten Gebäuden freue ich mich jetzt schon auf die Detailaufnahmen.
Und nach Innen ging es auch nur äußerst kurz, quasi schnell reinhuschen, zwei Fotos schießen und wieder raus in die Sonne (die mir übrigens sehr wohlgesonnen war nachdem es am Vormittag eigentlich nur abwechselnd gestürmt und geregnet hatte).




Und auch die Dominikanerkirche, die sich etwas entfernt vom Prinzipalmarkt befindet, fand ich sehr interessant, besonders aufgrund der danebenliegenden Fassade (die von der Rückseite her auch wenig spannend ist und auf die Polizeiwache Innenstadt zugeht :-)



Hier dann auch noch ein paar Gebäude und Motive in der Innenstadt, die ich einfach nur schön fand.



Wie diesen alten Gasthof am Straßenrand.



Oder auch die Straßenbahn an einem Rewe-Tor.




Hiernach kam ich dann auch endlich an der Außenfassade des Erbdrostenhof vorbei und war mal wieder Sprachlos aufgrund dieser Schönheit.



Auch hier werde ich mich bei meinem nächsten besuch so lange mit Detailfotografie aufhalten, ich bin schon ganz kribbelig.





Und auch dieses Gebäude fesselte meine ganze Aufmerksamkeit aufgrund seiner Schönheit, auch wenn manche Menschen das eventuell nicht so empfinden werden, das Finanzgericht :-)






Wäre ich, wie meine Kollegen es mir empfohlen hatten, mit dem Bus in die Stadt gefahren und nicht die 15 Minuten vom Institut der Feuerwehr aus gelaufen, ich hätte einiges verpasst!
Aus diesem Grund erkunde ich Städte von einem gewissen Punkt aus lieber zu Fuß. Das ist nicht nur gut für die Figur, sondern man übersieht so schnell so viele Kleinigkeiten, wie zum Beispiel diese alte Kegelbahn aus dem Jahre 1907, die einfach zwischen zwei relativen Neubauten in einer Nebenstraße etwas weiter entfernt der Altstadt stand. Nur aufgrund der Vorderfront, die ich von der Hauptstraße aus von der Seite sah, bin ich erst aufmerksam geworden und sofort hingelaufen.




Für mich gilt immer die Devise, alles was mich interessiert und aus den Augenwinkeln anlächelt, muss beschaut werden. Natürlich bin auch ich schon mal auf einen ersten Eindruck oder eine erste Vermutung "hereingefallen", aber meist gab es irgendwelche Zauberhaftigkeiten zu entdecken, an denen ich sonst starr vorbeigelaufen wäre (was mir wirklich nur noch selten passiert und auch nur dann, wenn ich wirklich in Eile bin).

Ein solcher Fund war auch diese Hauswand, die ich in der Nähe des Hafens entdeckte.


Abends hatte ich noch die Möglichkeit ein paar Minuten vor der anbrechenden Dunkelheit (ach, es wird ja wieder immer früher dunkel :-( ) in Richtung Hafen zu schlendern, der nicht weit von der Seminarstätte entfernt liegt.
Keine Gebäude, aber dennoch wunderschön und einen Besuch wert!!!






Solch ein Polizeiboot hatte ich als Kind mal von Playmobil und deshalb musste ich es unbedingt fotografieren. Ich weiß noch, wie ich stundenlang in der Badewanne mit ihm gespielt habe (vor etwas 39 Jahren :-) ).




Gute Nacht und auf ein baldiges Wiedersehen liebes Münster!!!!

Ich hoffe, dass der kleine Einblick in Münster Euch ein wenig gefallen hat und ihr jetzt genau so aufgeregt seid wie ich, die Stadt ganz bald Stück für Stück zu erkunden.
Oder falls ihr aus der Nähe kommt oder schon oft in der Stadt wart oder aus Münster selber, oder oder oder, ich bin für jeden Tipp dankbar wo es noch so Zauberhaftigkeiten abseits der Touristenstätten zu sehen gibt, wie eben die alte Kegelbahn!
Wir haben so viele schöne Städte und Winkel in Deutschland, was mich wieder zu der Behauptung bringt, um schönes zu sehen, muss man das Land nicht verlassen, es liegt vielfach ganz nah oder erreichbar vor unserer Haustüre.


Montag, 1. Mai 2017

Burgentour in Belgien 09.04.2014

Diese eine Woche in den Osterferien 2014 war glaube ich eine der Besten in meinem Leben :-) Mittwoch ging es auf Burgentour durch Luxemburg, an dem Donnerstag dann nach Belgien (über den ihr jetzt den Bericht lest) und Samstag nach einem Tag Pause wieder nach Belgien und Frankreich. In dieser Woche hat die Kamera förmlich geglüht und ich habe lange gebraucht die dort entstandenen Fotos zu sichten und zu bearbeiten. Es war toll!!!!!

Schon früh am morgen schnappte ich mir also die Tourbeageline, die mich immer begleitet wenn es irgendwie geht, und wir machten uns auf den Weg nach Belgien.
Kurz hinter der Grenze wartete schon das erste Ziel, die wunderschöne Burg Reinhardstein, die natürlich so früh am morgen (wir hatten gerade mal gegen 7 Uhr, aber halt auch eine gute Strecke vor uns) natürlich noch geschlossen war.




Ein wenig die Beine vertreten und einen Geocache mitnehmen :-) Die Wanderrunde ein mal um die Burg soll wunderschön sein, nur leider hatten wir heute nicht die Zeit, sie zu gehen. Der Wasserfall in der Nähe muss ebenfalls ganz toll sein. Von daher kommen wir irgendwann auch noch mal wieder. 


Einfach nur wunderschön dort.


Burg Reinhardstein wurde im Jahr 1354 erbaut und nach ihrer Zerstörung im Jahr 1969 wiedererrichtet.





Über diese Brücke musst Du gehen :-) Schon gruselig, oder?

Wir hielten uns nicht lange an der Brücke auf und stapften den ganzen Weg wieder hoch zum Parkplatz, um die Reise zu unserem zweiten Ziel des Tages anzutreten, der Ruine von Burg Reuland aus dem 12. Jahrhundert.


Zunächst war ich erfreut, dass die Ruine überhaupt zu besichtigen war und dann auch noch ganz ohne Eintritt, obwohl die Anlage wohl über die Jahre und nach und nach restauriert werden soll.
Das ist ein Punkt der mir in Belgien nicht ganz so gut gefällt (und was mich auch später am Tag wieder nervte).......die meisten Burgen und Schlösser sind in Privatbesitz und nicht oder nur bedingt zu besichtigen. Und meist kann man noch nicht mal einen Rundkurs um die Burgen laufen um diese wenigstens von außen ausreichend abzulichten. Das finde ich an Deutschland oder auch Luxemburg eindeutig besser. In Frankreich kenne ich mich nicht so gut aus um das bislang beurteilen zu können. Das kommt aber recht bald noch :-)











Nach der Burg fuhr ich in eine meiner belgischen Lieblingsstädte, nach Spa. Dort sollte es heute aber kein Schloss oder eine Burg sein und auch ein leerstehendes Gebäude war nicht mein Ziel, nein, heute sollte es der Friedhof von Spa sein.
Ich liebe besonders Monumentalfriedhöfe und auch so mag ich Friedhofsfotografie, so dass ich mir diesen unbedingt ansehen wollte, da er mir als schön angepriesen wurde.
Nachdem ich dann den rechten, den neuen Teil, links liegen ließ, kam ich in eine andere Welt.
Und je weiter ich in diese Welt vordrang, desto erschreckter war ich auch. Ein wunderschöner alter Friedhof, aber so viele zerstörte und nicht mehr gepflegte Gräber :-( An einer Grabkammer fehlte sogar die Platte und der alte Sarg ragte heraus :-(
Ist es wirklich so, dass niemand die Gräber mehr pflegt? Gibt es keine Angehörigen mehr?

Lasst die Bilder einfach ein wenig auf Euch wirken. Ich habe mich schon bemüht mich was die Anzahl angeht etwas zurückzuhalten :-) Aber ihr kennt mich wahrscheinlich mittlerweile, es fällt mir schwer :-)




























Belgien ist für mich auch das Land der "Zufallsfunde". Nirgendwo anders habe ich bislang so viele schöne Schlösser und Villen gesehen, die mich spontan anhalten ließen.
So auch dieses mal.



Eines meiner belgischen Lieblingsschlösser ist Chateau le Fy. Jahrelang stand es leer und ich war nicht dort. Jetzt ist es renoviert und ich komme nicht mehr dran. Das Grundstück ist rundherum abgeschottet und ein Fotografieren fast unmöglich. Umso erfreuter war ich als ich plötzlich in den mir bekannten Ort aus der anderen Richtung fuhr und mal einen anderen fotografischen Blick auf "mein Schloss" werfen konnte.



Ein mir schon zu modern restauriertes Schloss, das in eine Wohnanlage integriert wurde. Lediglich das Klingelschild gab Auskunft über dessen Namen :-)


Dann die nächste geplante Besichtigung auf die ich auch lediglich über die Fotos eines Geocaches gestolpert bin, den Turm von Fort Joseph.
Oberhalb der belgischen Stadt Huy mit dem gleichnamigen Fort Huy, wurde ein weiteres, kleineres Partnerfort errichtet, Fort Joseph.
Heute steht leider nur noch der Turm und weitergehende Informationen über Fort Joseph konnte ich im www leider auch nicht finden.






Die Jugendlichen haben sich einen Zugang geschaffen :-)



Fort Huy

Weiter ging es am nächsten zufällig gefundenen Chateau vorbei,das heute als Hotel genutzt wird und einer wunderschönen Villa, bei der ich einfach anhalten musste.







Dann kam ich zu meinem nächsten geplanten Ziel, der Burgruine Moha. Eine Interessante Kombination aus Burgresten und Felsen, die aber auch leider geschlossen war :-(






Danach sollte das Glück auch nicht wiederkommen, denn auch die letzte Location an diesem Tag, Serraing le Chateau, war für neugierige Blicke verschlossen, da in Privatbesitz und auch nur über einen Privatweg zu erreichen. Daher gab es nur zwei Fotos von der Straße von dieser schönen Ruine eines Wasserschloss vom Ende des 19 Jahrhunderts.



Danach ging es wieder in Richtung Heimat und ich fuhr auf meinem Weg noch an zwei Burgen vorbei, die ebenfalls aufgrund von Privatbesitz für mich nicht erreichbar waren.



Einen kleinen Zufallsfund machte ich aber doch noch, ein Haus das mir aufgrund der Tatsache auffiel, dass es entkernt schien.


Als ich Drumherum ging wurde jedoch klar, dass es eher vermüllt war und durch einen Brand offensichtlich reichlich zerstört, so dass ich nur das Erdgeschoss betreten konnte.
Hier erwartete mich dann allerdings dank meines Stuckradar ein bisschen verbliebener Glanz.






Danach fuhr ich dann allerdings endgültig nach Hause da mir die zwei Tourtage doch ein wenig in den Knochen steckten, auch wenn die Toureuphorie dann immer überwiegt.
Freitag würde mein Ausruhtag werden bevor es Samstag dann wieder mit einem guten Freund nach Belgien und Frankreich ging.