Montag, 1. Mai 2017

Burgentour in Belgien 09.04.2014

Diese eine Woche in den Osterferien 2014 war glaube ich eine der Besten in meinem Leben :-) Mittwoch ging es auf Burgentour durch Luxemburg, an dem Donnerstag dann nach Belgien (über den ihr jetzt den Bericht lest) und Samstag nach einem Tag Pause wieder nach Belgien und Frankreich. In dieser Woche hat die Kamera förmlich geglüht und ich habe lange gebraucht die dort entstandenen Fotos zu sichten und zu bearbeiten. Es war toll!!!!!

Schon früh am morgen schnappte ich mir also die Tourbeageline, die mich immer begleitet wenn es irgendwie geht, und wir machten uns auf den Weg nach Belgien.
Kurz hinter der Grenze wartete schon das erste Ziel, die wunderschöne Burg Reinhardstein, die natürlich so früh am morgen (wir hatten gerade mal gegen 7 Uhr, aber halt auch eine gute Strecke vor uns) natürlich noch geschlossen war.




Ein wenig die Beine vertreten und einen Geocache mitnehmen :-) Die Wanderrunde ein mal um die Burg soll wunderschön sein, nur leider hatten wir heute nicht die Zeit, sie zu gehen. Der Wasserfall in der Nähe muss ebenfalls ganz toll sein. Von daher kommen wir irgendwann auch noch mal wieder. 


Einfach nur wunderschön dort.


Burg Reinhardstein wurde im Jahr 1354 erbaut und nach ihrer Zerstörung im Jahr 1969 wiedererrichtet.





Über diese Brücke musst Du gehen :-) Schon gruselig, oder?

Wir hielten uns nicht lange an der Brücke auf und stapften den ganzen Weg wieder hoch zum Parkplatz, um die Reise zu unserem zweiten Ziel des Tages anzutreten, der Ruine von Burg Reuland aus dem 12. Jahrhundert.


Zunächst war ich erfreut, dass die Ruine überhaupt zu besichtigen war und dann auch noch ganz ohne Eintritt, obwohl die Anlage wohl über die Jahre und nach und nach restauriert werden soll.
Das ist ein Punkt der mir in Belgien nicht ganz so gut gefällt (und was mich auch später am Tag wieder nervte).......die meisten Burgen und Schlösser sind in Privatbesitz und nicht oder nur bedingt zu besichtigen. Und meist kann man noch nicht mal einen Rundkurs um die Burgen laufen um diese wenigstens von außen ausreichend abzulichten. Das finde ich an Deutschland oder auch Luxemburg eindeutig besser. In Frankreich kenne ich mich nicht so gut aus um das bislang beurteilen zu können. Das kommt aber recht bald noch :-)











Nach der Burg fuhr ich in eine meiner belgischen Lieblingsstädte, nach Spa. Dort sollte es heute aber kein Schloss oder eine Burg sein und auch ein leerstehendes Gebäude war nicht mein Ziel, nein, heute sollte es der Friedhof von Spa sein.
Ich liebe besonders Monumentalfriedhöfe und auch so mag ich Friedhofsfotografie, so dass ich mir diesen unbedingt ansehen wollte, da er mir als schön angepriesen wurde.
Nachdem ich dann den rechten, den neuen Teil, links liegen ließ, kam ich in eine andere Welt.
Und je weiter ich in diese Welt vordrang, desto erschreckter war ich auch. Ein wunderschöner alter Friedhof, aber so viele zerstörte und nicht mehr gepflegte Gräber :-( An einer Grabkammer fehlte sogar die Platte und der alte Sarg ragte heraus :-(
Ist es wirklich so, dass niemand die Gräber mehr pflegt? Gibt es keine Angehörigen mehr?

Lasst die Bilder einfach ein wenig auf Euch wirken. Ich habe mich schon bemüht mich was die Anzahl angeht etwas zurückzuhalten :-) Aber ihr kennt mich wahrscheinlich mittlerweile, es fällt mir schwer :-)




























Belgien ist für mich auch das Land der "Zufallsfunde". Nirgendwo anders habe ich bislang so viele schöne Schlösser und Villen gesehen, die mich spontan anhalten ließen.
So auch dieses mal.



Eines meiner belgischen Lieblingsschlösser ist Chateau le Fy. Jahrelang stand es leer und ich war nicht dort. Jetzt ist es renoviert und ich komme nicht mehr dran. Das Grundstück ist rundherum abgeschottet und ein Fotografieren fast unmöglich. Umso erfreuter war ich als ich plötzlich in den mir bekannten Ort aus der anderen Richtung fuhr und mal einen anderen fotografischen Blick auf "mein Schloss" werfen konnte.



Ein mir schon zu modern restauriertes Schloss, das in eine Wohnanlage integriert wurde. Lediglich das Klingelschild gab Auskunft über dessen Namen :-)


Dann die nächste geplante Besichtigung auf die ich auch lediglich über die Fotos eines Geocaches gestolpert bin, den Turm von Fort Joseph.
Oberhalb der belgischen Stadt Huy mit dem gleichnamigen Fort Huy, wurde ein weiteres, kleineres Partnerfort errichtet, Fort Joseph.
Heute steht leider nur noch der Turm und weitergehende Informationen über Fort Joseph konnte ich im www leider auch nicht finden.






Die Jugendlichen haben sich einen Zugang geschaffen :-)



Fort Huy

Weiter ging es am nächsten zufällig gefundenen Chateau vorbei,das heute als Hotel genutzt wird und einer wunderschönen Villa, bei der ich einfach anhalten musste.







Dann kam ich zu meinem nächsten geplanten Ziel, der Burgruine Moha. Eine Interessante Kombination aus Burgresten und Felsen, die aber auch leider geschlossen war :-(






Danach sollte das Glück auch nicht wiederkommen, denn auch die letzte Location an diesem Tag, Serraing le Chateau, war für neugierige Blicke verschlossen, da in Privatbesitz und auch nur über einen Privatweg zu erreichen. Daher gab es nur zwei Fotos von der Straße von dieser schönen Ruine eines Wasserschloss vom Ende des 19 Jahrhunderts.



Danach ging es wieder in Richtung Heimat und ich fuhr auf meinem Weg noch an zwei Burgen vorbei, die ebenfalls aufgrund von Privatbesitz für mich nicht erreichbar waren.



Einen kleinen Zufallsfund machte ich aber doch noch, ein Haus das mir aufgrund der Tatsache auffiel, dass es entkernt schien.


Als ich Drumherum ging wurde jedoch klar, dass es eher vermüllt war und durch einen Brand offensichtlich reichlich zerstört, so dass ich nur das Erdgeschoss betreten konnte.
Hier erwartete mich dann allerdings dank meines Stuckradar ein bisschen verbliebener Glanz.






Danach fuhr ich dann allerdings endgültig nach Hause da mir die zwei Tourtage doch ein wenig in den Knochen steckten, auch wenn die Toureuphorie dann immer überwiegt.
Freitag würde mein Ausruhtag werden bevor es Samstag dann wieder mit einem guten Freund nach Belgien und Frankreich ging.