Dienstag, 28. November 2017

Ein Tag in Andernach

Im Oktober trafen sich 5 Fotofreunde mal wieder zu einer Tour, der Abschlusstour für dieses Jahr, leider :-( Diesmal sollte es nach Andernach gehen, einem Städtchen, von dem ich mir habe sagen lassen, dass es wunderschön ist und mir sicherlich gefallen wird, unter dem ich mir jedoch nicht wirklich etwas vorstellen konnte.
Aber wenn Menschen die mich und meine Fotoleidenschaft kennen der Meinung sind, dass ich es dort mögen würde, dann glaube ich das im Regelfall sofort.
Und so war es dann auch. Schon lange nicht mehr bin ich mit so vielen Fotos auf meiner Speicherkarte nach Hause gekommen und das von nur einem Ort!

Wir trafen uns am Bahnhof und zogen los. Nach der Unterführung waren wir quasi in einer anderen Welt. In "Happy Andernach" :-) 


Zunächst wollte Ben uns die Stadtbefestigung (Stadtmauer) zeigen, die in Andernach in wirklich großen Teilen noch erhalten ist und wunderschön in das Stadtbild integriert wurde. Das erinnerte mich fast an Wetter/Ruhr, wo auch in fast jedes Gebäude um die alte Burg  Teile dieser integriert wurden. So kann man Altes wirkungsvoll erhalten finde ich.





Vom ersten Teil der Stadtmauer gelangten wir schnell zur Burgruine Andernach, die sich unmittelbar neben der Altstadt befindet und diese wunderschön einrahmt. Ich war wirklich fasziniert und wie ihr ja sicher schon wisst, kann ich mich mal wieder nicht entscheiden, welche Fotos ich Euch denn zeigen soll. Also zeige ich Euch einfach ein paar mehr, macht ja nichts :-)
Leider war an diesem Tag dort auch eine Hochzeitsgesellschaft, was das fotografieren etwas schwieriger machte.






Es war wirklich ein wunderschöner Frühherbst Tag und das Wetter gab alles für die Kamera. So konnten wir uns gar nicht von der Burg loseisen die noch einige Motive für uns zu bieten hatte.






Und auch das Kölner Tor, unmittelbar neben der Burg, hatte es mir angetan.






Wie viele Menschen sind hier in den Jahrhunderten schon durchgegangen und durchgeritten und zu welchem Zweck? Manche Dinge kann ich mir gar nicht mehr so richtig vorstellen in der heutigen Zeit.

Weiter ging es wieder an der Stadtmauer entlang in Richtung Bollwerk.





Auch Zeichen der Römer ließen sich auf unserem Weg finden. Früher als Kind liebte ich es, in der Eifel durch die alten Kanalabschnitte zu laufen, die mal kürzer und mal länger und dunkler am Wegesrand lagen.

Dann gelangten wir zum Bollwerk am Rhein.








Das wäre schön, oder?

Und weiter zogen wir vorbei an vielen Interessanten Plätzen in Richtung Mariendom.
Andernach hat meinen Auslöser wahrlich zum glühen gebracht :-) 










Und dann kamen wir zum Mariendom. Ich bin jetzt nicht der größte Kirchenfan, aber auch hier gab es wieder einige schöne Motive, die ich Euch nicht vorenthalten mag.













Da Ben heute unbedingt noch zur Klosterruine Tönisstein wollte (die ich auch unbedingt sehen wollte) und die anderen in Ruhe etwas Essen und trinken, beeilten wir uns nach dem Mariendom ein wenig und ließen leider den alten Kranen (einen schönen Kranturm) sowie noch einige andere Türmer der Stadtmauer links liegen und gingen in Richtung Bahnhof. Dies jedoch nicht ohne einen Teil der Stadtmauer mitzunehmen der auf unserem Weg lag.







Anschließend verabschiedeten wir uns von Andernach, das ich genau so schön fand, wie mir versprochen worden war!

Auf dem Weg zur Klosterruine Tönisstein, die etwa 14 km entfernt von Andernach in Bad Tönisstein liegt, verfuhren wir uns aufgrund einer falschen Adresse und kamen erst recht spät mit allen drei Autos am Zielparkplatz an.
Da wir gegen die nahende Dunkelheit ankämpfen mussten, beeilten wir uns, die im Wald versteckten Mauerreste zu finden, was anders als bei der Burg Alt Sayn aufgrund eines dort versteckten Geocaches mit den entsprechenden Koordinaten und GPS Gerät, auch sofort klappte.

Die Ruine des bereits im 18 Jhd. aufgegebenen Klosters liegt sehr versteckt und es befinden sich auf dem Areal auch nur noch vereinzelte Mauerreste.
Trotzdem fanden wir es dort wunderschön und ich hätte noch stundenlang bleiben können, hätten nicht zwei aus unserer Truppe angefangen zu quengeln :-) 





Da es schon langsam dunkel wurde, mussten wir höllisch aufpassen, nicht in eins der Löcher im Boden zu treten. Das Kloster war einst voll unterkellert und noch heute gibt es einige dieser Zugänge in den Keller.
Da wir jedoch weder Taschenlampen noch Helme dabei hatten, verzichteten wir auf eine Erkundung :-) 



Geschafft aber glücklich traten wir zu fünft den Weg zurück zum Parkplatz an und wieder mal nehme ich von diesem Tag mit:

Deutschland ist verflucht schön!!!!!!!!

Nach dieser Tour geht es jetzt erst mal in die Winterpause. Meine Tochter und ich haben noch ein Wochenende in Paris und Versailles verbracht, von welchem es auch Fotos geben wird, aber ich glaube diesen Winter kommen die restlichen Fotos aus der Reserve meiner unerschöpflichen Festplatte :-) Es sei denn es zieht mich mit der Kamera ins Auto :-)