Mittwoch, 26. April 2017

Grand Hotel Thermal

Auf einer schönen Tour durch Belgien, machten wir auch einen kleinen Abstecher nach Frankreich, um dieses ehemalige Thermalhotel zu besuchen, dass durch den Charme der 60er/70er Jahre bestach.
Erwähnenswert ist, dass das neue Thermalbad/-hotel, genau hinter dem alten Gebäude liegt und wir teilweise dessen Besucher hören konnten, wie sie sich in dem modernen Bereich vergnügten.
Wir hatten allerdings viel mehr Spaß bei unserer Reise in die Vergangenheit!





Es gab im Inneren keine Möbel und sonstigen Einrichtungsgegenstände mehr (außer vereinzelt mal ein Waschbecken oder die Badezimmergarnitur welche später kommt), aber alleine schon das Haupttreppenhaus war eine Besichtigung wert. Schade nur, dass wir nicht bis in die Eingangshalle runter gehen und dort Fotos machen konnten, da wir eindeutig auf dem Präsentierteller gewesen wären.




Hübscheste Tapeten :-)



Auch hier mussten wir vorsichtig sein damit uns niemand hört oder sieht, da dieses hintere Treppenhaus komplett an den Neubau angebunden war und uns nur eine Tür vom Personal auf der anderen Seite trennte :-) Aber wie heißt es so schön, "No Risk, No Fun" :-)

Und so verließen wir das Gebäude durch das Küchenfenster und entschwanden in den französischen Samstag-Feierabendverkehr :-)



Dienstag, 18. April 2017

Chateau de la Sense

Das Chateau, über das ich leider nichts in Erfahrung bringen konnte, wurde zuletzt als Hotel genutzt.
Es lachte uns von der Straße bereits an, doch dauerte es ziemlich lange, bis wir einen unbemerkten Zugang fanden. Und auch dann waren wir uns noch nicht so sicher, ob es auf sein würde. Denn oberste Regel ist, eingebrochen oder aufgebrochen wird nicht!!!! Entweder es gibt einen Zugang weil eine Tür aufsteht oder ein Fenster, oder es gibt eben keinen. Und auch im Inneren werden lediglich Fotos gemacht und nichts zerstört!
Selbst die "Tine Wittlers", die Urban Explorer die Gegenstände für ein Foto anders arrangieren oder sogar Möbel rücken um ein schöneres Foto zu bekommen, sind in der Szene verpönt.

Jetzt aber zum Schloss ansich, dass ich auch von Außen bereits zu fotografieren genossen hätte.



So sahen wir das Schloss von der Straße aus und freuten uns schon.





Ein Bekannter von mir berichtet mir einige Tage später als er meine Fotos sah, dass er mit seinen Freunden nur zwei Tage vor uns eine Alarmanlage im Schloss ausgelöst hatte und dieses panikartig über die Wiese hoppelnd (in Anspielung auf einige Rehe die entspannt auf der Wiese aasen) verließen! Gott sei Dank blieb uns mehr Glück beschert und alles ruhig. Ich hätte wahrscheinlich einen Herzinfarkt bekommen.








Leider befand sich nicht mehr viel im Schloss und wir sahen fast ausschließlich leere Räume und Kamine. Diese fand ich jedoch sehr schön und ich denke bei solch einem noch nicht so lange verlassenen und geschädigten Schloss macht es noch Sinn, es auf jeden Fall zu erhalten.












Irgendwann in naher Zukunft werde ich sicher mal schauen, was aus diesem hübschen Gebäude geworden ist und ich hoffe, ich bekomme keinen Schrecken.

Sonntag, 16. April 2017

Ratingen ist immer eine Reise wert

Ja, genau, ihr habt richtig gelesen, ich war in Ratingen :-) Und ich muss Euch sagen, es war ein toller Tag! Deutschland hat so viel schönes zu bieten und wenn es dann noch fast unmittelbar vor der Haustüre liegt, dann ist das perfekt!
Natürlich träume ich auch oft und viel von den Roadtrips im Ausland die ich noch unternehmen möchte, allen voran den zu den Schlössern der Loire, ein mal komplett rauf und runter. Und irgendwann werde ich mir diesen Traum auch erfüllen. Ganz sicher nicht in diesem Jahr, vielleicht auch nicht im nächsten, aber dann bin ich dort!

Jetzt ging es aber erst mal nach Ratingen.
In der Woche vor Ostern hatte ich Urlaub und mir so viel vorgenommen, aber dann spielte mein Auto einfach nicht mit. Als es dann Mittwoch Mittag wieder Heile war, waren natürlich schon einige Tage meines kostbaren Urlaubs verschenkt, das Wetter sollte zum Samstag hin schlecht werden und so ganz traute ich dem Braten (sprich Auto) auch noch nicht, so dass ich die Tour ins Münsterland doch lieber bleiben ließ.
Aber meine Kamera wollte ich auf jeden Fall ausführen und überlegte, welche Schlösser und Burgen ich in der Umgebung noch nicht kenne.
Und da fiel mir eigentlich nur noch Ratingen ein, das ich immer vor mir hergeschoben hatte weil ich dachte, dass die Hauptattraktion, die Wasserburg Haus zum Haus, vielleicht doch nicht sooooo toll ist.
Dann erinnerte ich mich aber daran, dass ich ja vor einigen Jahren mal mit einer Bekannten und meiner Tochter bei einem Familientag am Blauen See gewesen war und ich diesen damals vor lauter Menschen gar nicht richtig zu Gesicht bekam. Also hatte ich bereits ein Weiteres Ziel und eine gezielte Recherche brachte noch einige Anlaufstellen mehr zum Vorschein.
Perfekt, dem Tag stand also nichts mehr im Weg und ich setzte mich gutgelaunt ins Auto (das auch völlig problemlos durchhielt, Danke liebes Werkstattteam).

Die erste Station, den Blauen See, hatte ich schöner in Erinnerung und so fuhr ich nach einer Runde Drumherum sowie einem absolvierten Geocache, schnell weiter.




Unmittelbar neben dem Freizeitgeländes Blauer See befindet sich das Haus Obercromford, dem ich natürlich auch einen Besuch abstattete. Neben Schlössern und Burgen mag ich auch historisch bedeutsame Häuser.
Haus Obercromford wurde im Jahr 1799 von Johann Brüggelmann neben seiner Baumwollspinnerei "Fabrik am Teich" errichtet. Nachdem die Fabrik 1930 stillgelegt und 1936 abgerissen wurde, blieben die Ölmühle und das Herrenhaus erhalten und 1983 zu Wohnungen umgebaut.





Anschließend ging es weiter zu Haus Cromford, welches mitten in einer Wohnstraße liegt und heute ein LVR Industriemuseeum beherbergt. Dieses hätte ich mir auch gerne angesehen, der Zutritt war jedoch nur mit Eintrittskarte erlaubt, ohne den Hinweis darauf, wo man diese erhalten kann. Da es schon etwas später am Tag war da ich nicht allzu früh los kam und noch ein paar Ziele auf meiner Liste standen, habe ich den Besuch auf "ein andermal" verschoben und mir das schöne Haus mit dem dahinterliegenden Fabrikgebäude lediglich von Außen angesehen.








Haus Cromford gehörte übrigens, wie auch Haus Obercromford, dem Industriellen Johan Brüggelmann.

Und dann ging es auch schon weiter auf meiner Fahrt, nun sollten die Schlösser und eine Burg folgen :-)
Mein erstes Ziel auf der Liste war Schloss Linnep und ich war sofort Schockverliebt in dieses tolle Anwesen!!!! Aber seht selbst.






Wunderschön, oder?
Die Geschichte des Schlosses ist sehr gut auf Wikipedia nachzulesen, der Bericht ist nicht zu lang.

Weiter ging es wieder zurück in die Nähe des Blauen Sees, wo die Wasserburg Haus zum Haus auf mich wartete (die Burg Gräfgenstein habe ich ausgelassen, sie reizte mich nicht so sehr und die Zufahrt führte laut Navi auch über einen rein landwirtschaftlichen Weg. Das muss ich nicht unbedingt haben).
Aber die Wasserburg Haus zum Haus, welche Jahrelang ein Restaurant beherbergte und nun wohl neue Pächter sucht bzw. umgebaut wird, wollte ich mir auf jeden Fall nicht entgehen lassen, gilt sie doch als eine der schönsten Wasserburgen Deutschlands.
Die Geschichte der Niederungsburg aus dem 13. Jahrhundert ist ebenfalls bei Wikipedia sehr gut nachzulesen.
Das erste was ich dachte, als ich die Burg sah war, ich hätte sie mir größer vorgestellt ;-)









Den Innenhof der Burg habe ich nicht fotografiert, da dieser mir leider schon zu nichtssagend-modern war.

Da ich noch einiges an Zeit hatte, machte ich noch einen kleinen Abstecher nach Düsseldorf-Angermund zu Schloss Heltdorf, das einzige Schloss das mir auf Düsseldorfer Stadtgebiet noch fehlt.
Leider befindet sich dieses in Privatbesitz und so konnte ich nur die Vorburg, nicht aber das Schloss an sich fotografieren. Was ich sehr sehr schade fand, soll es doch einen Bibliotheksanbau haben, was mich als absolute Leseratte natürlich sofort interessierte.
Aber auch von Außen machte es einen tollen Eindruck und die überhaupt nicht scheuen Enten waren sowieso der Knaller ;-)

Dieser Blick erinnerte mich ein wenig an die Zufahrt zum Immenhof aus den 50er Jahre Filmen mit Heidi Brühl und Angelika Meißner-Völker die ich so liebe :-)








Ein wenig aus der Zufahrt reinspingsen ging :-)



Hinten links, was so ein wenig wie eine angebaute Kapelle aussieht, das ist die Bibliothek.


Hiermit endete meine Tour und ich fuhr über einen Außenbezirk von Duisburg wieder in die Heimat.
Einen kurzen Zwischenstopp machte ich noch bei einer Kirche die meine Aufmerksamkeit erregte da ihr Dach und die Zufahrt zunächst ebenfalls aussahen wie ein Schloss. Da schlägt mein Fotoradar natürlich sofort heftig aus und ich muss mir einen Parkplatz suchen :-)





Wieso in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah!
Jetzt habe ich allerdings wirklich alle Schlösser und Burgen im Großraum Köln, Bonn, Düsseldorf, Ruhrgebiet gesehen und muss sagen, unser Bereich hat einiges zu bieten. Auch NRW ist ein Schlösser und Burgenland, teilweise da, wo man es gar nicht erwartet.

Jetzt geht meine nächste Tour entweder ins Münsterland (100-Schlösser-Route), an den Rhein oder in die Eifel.

Bücher sind wunderschön, aber das Abenteuer liegt irgendwo da draußen.